Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Pro Person mindestens eine geladene Powerbank, 10.000 bis 20.000 mAh reichen für einige Tage mit sparsamem Handy.
- Nur etwa zwei Drittel der aufgedruckten Kapazität kommen im Handy an. Das rechnet unser Rechner schon ein.
- Solar ist eine Ergänzung, kein Ersatz. Im Winter und bei Wolken liefert ein Panel nur wenig.
- Alle 3 Monate nachladen. Eine leere Powerbank hilft im Ernstfall nicht.
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Wie groß muss die Powerbank sein?
Stell ein, wie viele Handys ihr habt und wie lange ihr ohne Strom auskommen wollt. Der Rechner zieht die Ladeverluste schon ab.
Annahmen: „sparsam“ heißt eine halbe Akkuladung pro Tag (Energiesparmodus, Handy nur zeitweise an), „normal“ eine volle Ladung. Rund 65 % der aufgedruckten Powerbank-Kapazität kommen im Handy an. Die Akkugröße deines Handys steht in den technischen Daten des Herstellers, meist zwischen 3.000 und 5.500 mAh.
mAh, Wh und was wirklich ankommt
Die aufgedruckten mAh beziehen sich auf die Akkuzellen. Beim Laden wird die Spannung auf 5 Volt oder mehr erhöht, dabei geht Energie als Wärme verloren. Als Faustregel kommen etwa zwei Drittel im Handy an.
| Powerbank | Energie | Handy-Ladungen (4.500 mAh) |
|---|---|---|
| 10.000 mAh | 37 Wh | etwa 1,5 |
| 20.000 mAh | 74 Wh | etwa 3 |
| 26.800 mAh | 99 Wh | etwa 4 |
Für mehr Geräte, Router oder Licht über mehrere Tage ist eine Powerstation die bessere Wahl. Schon kleine Modelle haben ein Vielfaches der Energie einer Powerbank.
Solarlader: was sie können und was nicht
Es gibt zwei Arten, und sie unterscheiden sich stark:
- Direkte Sonne ist entscheidend. Hinter Fensterglas, im Schatten oder bei Bewölkung bricht die Leistung stark ein.
- Panel zur Sonne ausrichten und im Lauf des Tages nachdrehen. Flach auf dem Boden liegt es selten richtig.
- Erst die Powerbank laden, dann das Handy. Bei wechselnder Sonne schwankt der Strom, manche Handys unterbrechen dann das Laden. Die Powerbank puffert das.
- Im Winter wenig erwarten. Die Sonne steht tief und scheint kurz. Ein Panel liefert dann nur einen Bruchteil seiner Nennleistung.
- Solar-Powerbanks vorher an der Steckdose laden. Die kleine Zelle ist eher eine Notreserve als eine echte Ladequelle.
Andere Wege, das Handy zu laden
- Im Auto: mit einem USB-Adapter für die 12-Volt-Steckdose. Den Motor nie in einer geschlossenen Garage laufen lassen, Abgase enthalten giftiges Kohlenmonoxid. Bei stehendem Motor wird die Starterbatterie belastet, also nur kurz laden.
- Am Laptop: Ein geladener Laptop gibt über USB Strom ab und ist damit eine große Powerbank.
- Mit dem Kurbelradio: Viele Kurbelradios haben einen USB-Ausgang. Für einen Notruf oder ein paar Prozent reicht das, für eine volle Ladung ist Kurbeln zu mühsam.
- An der Powerstation oder am Balkonkraftwerk: Eine Powerstation lädt Handys viele Male. Ein Balkonkraftwerk liefert nur mit passendem Speicher Notstrom.
So hält der Handy-Akku länger
Akku sparen im Stromausfall
- Energiesparmodus einschalten und die Bildschirmhelligkeit herunterdrehen.
- WLAN, Bluetooth und Standort ausschalten, wenn du sie nicht brauchst. Ohne Strom funktioniert das WLAN-Netz ohnehin nicht.
- Feste Zeiten ausmachen: Handy zum Beispiel zweimal am Tag einschalten, Nachrichten lesen, dann wieder aus oder in den Flugmodus.
- Nachrichten übers Radio hören, nicht übers Handy. Ein Kurbelradio braucht keinen Netzstrom.
- Handy warm halten, zum Beispiel in der Jackentasche. Kälte lässt den Akku schneller leer wirken.
- Für Licht eine Lampe nehmen, nicht die Handy-Taschenlampe. Mehr dazu unter Licht ohne Strom.
Wichtig zu wissen: Auch das Mobilfunknetz braucht Strom. Bei einem langen Stromausfall können Netz und Internet nach einiger Zeit ausfallen. Halte wichtige Nummern deshalb auch auf Papier fest, zum Beispiel im Familien-Notfallplan.
Powerbanks sicher lagern und laden
- Geladen bereithalten: Auch unbenutzte Akkus verlieren langsam Ladung. Prüfe sie alle 3 Monate und lade nach, am besten zusammen mit dem Vorrats-Check.
- Bei Zimmertemperatur und trocken lagern. Nicht im Sommer im Auto liegen lassen und nicht neben die Heizung legen.
- Nicht unbeaufsichtigt auf Bett oder Sofa laden, sondern auf einer festen, nicht brennbaren Unterlage.
- Aufgebläht, beschädigt oder sehr heiß? Nicht mehr benutzen und nicht mehr laden. Lithium-Akkus können in Brand geraten.
- Alte Powerbanks nicht in den Hausmüll, sondern zum Wertstoffhof oder in die Sammelbox im Handel.
- Passendes Kabel dazulegen. Eine Powerbank ohne Kabel nützt im Ernstfall nichts.
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Die 5 häufigsten Fehler
Powerbank gekauft und vergessen. Nach einem Jahr in der Schublade ist sie oft halb leer.
Mit der vollen mAh-Zahl gerechnet. Rund ein Drittel geht beim Laden verloren.
Auf die Solar-Powerbank verlassen. Die kleine Zelle lädt bei deutschem Winterwetter kaum.
Kein passendes Kabel dabei. Ohne Kabel ist die beste Powerbank nutzlos.
Auto in der Garage laufen lassen. Lebensgefahr durch Kohlenmonoxid.
Häufige Fragen
Wie oft lädt eine 10.000-mAh-Powerbank ein Handy?
Bei einem typischen Handy-Akku mit rund 4.500 mAh etwa anderthalbmal. Von der aufgedruckten Kapazität kommt beim Laden nur ungefähr zwei Drittel im Handy an, der Rest geht bei der Spannungswandlung als Wärme verloren.
Reicht ein Solarlader im Winter?
Nur eingeschränkt. Im Winter und bei bedecktem Himmel liefert ein Solarpanel nur einen Bruchteil seiner Nennleistung. Verlass dich deshalb vor allem auf geladene Powerbanks und sieh Solar als Ergänzung für längere Ausfälle.
Wie lagere ich eine Powerbank für den Notfall?
Geladen, bei Zimmertemperatur und trocken. Prüf sie etwa alle drei Monate und lade sie nach, denn auch unbenutzte Akkus verlieren langsam Ladung. Eine aufgeblähte oder beschädigte Powerbank nicht mehr benutzen, sondern zur Sammelstelle bringen.
Kann ich das Handy im Auto laden?
Ja, mit einem USB-Adapter für die 12-Volt-Steckdose. Lass den Motor dabei nie in einer geschlossenen Garage laufen, die Abgase enthalten giftiges Kohlenmonoxid. Bei stehendem Motor wird die Starterbatterie belastet, deshalb nur kurz laden.
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